Ganz unten und wieder ganz oben

Als wir uns 2016 kurzentschlossen zum Karwendelmarsch anmeldeten, ging ich am letzten Samstag im August ohne Training und Ahnung, wie lang 52 km sein können, mit 16 Jahren ans Ziel. Zu fünft starteten wir um 6 Uhr und gingen gelassen und mit viel Spaß Richtung Pertisau. An den flachen Stücken erkannte ich schon früh dass mir eher dass laufen Spaß macht. Aber da wir in der Gruppe nicht so schnell vorankamen passte ich mich dem Tempo an. In der Eng mussten wir zu zweit den Rest zurücklassen und gingen den Rest im gleichen Tempo an. Nach 12 Stunden im Ziel war ich zwar sehr erschöpft aber nicht sehr zufrieden über die Zeit.

Der ehrgeiz packte mich und ich trainierte schon früh für den Karwendelmarsch 2017. Da den anderen eine Teilnahme genügte stand ich heuer allein am start. Um 6 Uhr startete ich im vorderen Drittel mit vielen Läufern und konnte bis zum Karwendelhaus sehr gut das Tempo mithalten was mir sehr viel Spaß bereitete. Die Strecken bergab konnte ich noch sehr gut laufen, nur an den Stellen zur Falkenhütte und zum Gramaihochleger ging ich gemütlich um genug Kraft für den Schlusssprint zu haben. Das ständige Auf und ab ist Freude und Qual zugleich. Aber das macht den Karwendelmarsch aus. Von der Gramai hinaus konnte ich nur noch Stellenweise laufen aber als ich die ersten Zuschauer ,die neben der Strecke standen und jeden Teilnehmer anfeuerten, bekam ich wieder Kraft in den Beinen und konnte den Schluss sehr schnell laufen und noch einige Mitstreiter überholen. Der Zieleinlauf bereitete mir sehr viel Gänsehaut und die Schmerzen sind aufeinmal verschwunden.

Als ich sah dass ich 4 1/2 Stunden schneller war wie das Jahr zuvor konnte ich es kaum fassen und war unheimlich glücklich und zufrieden meiner Leistung.

Einen besonderer Dank muss ich aber allen Helfern und dem gesamten Team des Karwendmarsch aussprechen die Jahr für Jahr einen reibungslosen Ablauf ermöglichen.

Ich kann es kaum erwarten bis der Karwendelmarsch 2018 wieder startet

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