Karwendelmarsch 2011: 1.200 Wanderer und Läufer trotzten der Kaltfront

Es war kaum zu glauben, aber Samstagmorgen wurden die Läufer und Wanderer, die sich am Start des Karwendelmarschs in Scharnitz einfanden von den ersten Regentropfen einer nahenden Kaltfront begrüßt. Nach einer Woche schweißtreibender Hitze war der angekündigte Wetterumschwung eingetroffen. Der Stimmung unter den motivierten Teilnehmern tat dies aber keinen Abbruch. Sie brachen voller Ehrgeiz und Begeisterung ins Karwendel auf, um die 52 km lange Strecke bis nach Pertisau laufend, im „Nordic Walking“ oder wandernd zu absolvieren.

Viereinhalb Stunden bis zum Ziel

Nur knapp viereinhalb Stunden später waren die ersten Läufer bereits wieder im Ziel am Achensee angekommen. Dieses Jahr kürte sich Thomas Bosnjak aus St. Georgen an der Gusen mit einer Zeit von 4:23:50 zum Karwendellauf-König. Hinter ihm, auf Platz 2, reihte sich der Vorjahressieger aus Meran, Ulrich Gross, ins Klassement. Hans Mühlbauer aus Ainring schaffte es mit einer Zeit von 4:40:04 auf Platz 3.
Bei den Damen gewann Claudia Walder, Vorjahreszweite und Lokalmatadorin aus Seefeld, zum ersten Mal den Karwendellauf. In einer Zeit von nur 05:21:13 absolvierte sie die gesamte Strecke durch das Karwendel. Hinter ihr belegten Josefine Leitner aus Pfunders und Annemarie Gross aus Neumarkt Rang 2 und 3.

Die Ergebnisse im Überblick:

KARWENDELLAUF – HERREN
1. Thomas Bosnjak | St. Georgen an der Gusen | 04:23:50
2. Ulrich Gross | Meran | 04:32:49
3. Mühlbauer Hans | Ainring | 04:40:04

KARWENDELLAUF – DAMEN
1. Claudia Walder | Seefeld | 05:21:13
2. Josefine Leitner | Pfunders | 05:23:20
3. Annemarie Gross | Neumarkt | 05:29:05

Gewitter und Regen im Karwendel

Es war wahrlich kein perfektes Wanderwetter, das der Samstag den über 1.200 Karwendelmarsch-Teilnehmern bot. Gewitter, Regen und Temperaturen teilweise unter 10 Grad Celsius machten den Karwendelmarsch-Teilnehmern zu kämpfen. Gute Bekleidung und warme Verpflegung sowie die Hilfe der rund 300 freiwilligen Helfer der Bergrettung Maurach, Scharnitz in Zusammenarbeit mit der Bergrettung Leutasch, Seefeld und Achenkirch, des Roten Kreuzes, der Feuerwehren, des Tourismusbüros und diverser Vereine entlang der Strecke waren die wichtigste Unterstützung für Wanderer und Läufer.
Um 14.00 Uhr wurde schließlich das Ziel aus Sicherheitsgründen von Pertisau in die Eng vorgelagert und alle dort angekommenen Wanderer mit einem Shuttleservice nach Pertisau gebracht. Die Veranstalter handelten damit auf die widrigen Wetterbedingungen, um jegliches Risiko für die Teilnehmer auszuschließen.

Insgesamt sind auf der Strecke des Karwendelmarschs rund 2.200 Höhenmeter und 52 km zu bewältigen. Von Scharnitz ausgehend über die Larchetalm, das Karwendelhaus, die Ladizalm, die Falkenhütte, Eng, Binsalm, den Gramai Hochleger, die Gramaialm und die Falzturnalm führt sie bis nach Pertisau am Achensee.

„Die Leistungen, die heute von Wanderern, Läufern und all unseren Helfern entlang der Strecke erbracht wurden, waren außergewöhnlich. Bei derartigen Witterungsverhältnissen hat für uns als Veranstalter höchste Priorität, alle Teilnehmer gesund im Ziel begrüßen zu können. Der Einsatz all unserer Helfer wurde auch von den Teilnehmer in höchstem Maße gelobt“, sind sich die Veranstalter des Karwendelmarsch, Martin Tschoner (GF Tirols Sport- und Vitalpark Achensee) und Markus Tschoner (GF Olympiaregion Seefeld), einig.
„Zudem freuen wir uns sehr, dass es uns sowohl durch die Kommunikation im Vorfeld der Veranstaltung wie auch heute in der Umsetzung vor Ort wieder gelungen ist, die Botschaft des Naturschutzes nach Außen zu tragen und das Konzept des Karwendelmarschs effektiv weiterzuentwickeln.“

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