Karwendelmarsch 2010: Voller Erfolg trotz Regen und Kälte

Regnerisch, nass und kalt – so zeigte sich das Karwendelgebirge am Samstag den Teilnehmern des Karwendelmarschs. Die 1300 Begeisterten ließen sich aber von den widrigen Bedingungen nicht abschrecken und liefen, wanderten oder walkten 52 km bzw. 35 km quer durch den Alpenpark Karwendel von Scharnitz nach Pertisau an den Achensee.

Sieger der Tageswertung war Ulrich Groß aus Meran (4:36:25) und bei den Damen entschied Henriette Holzknecht aus Sellrain (5:21:34) die Wertung für sich.

Wanderer trotzten den Wetterbedingungen

Gute Stimmung herrschte am Freitagmorgen kurz vor 6.00 Uhr in Scharnitz. Trotz Regen und kühlen Herbsttemperaturen freuten sich die Teilnehmer auf das bevorstehende Erlebnis Karwendelmarsch. Viele nahmen die widrigen Wetterbedingungen mit Gelassenheit. Beim Wandern gebe es kein schlechtes Wetter, man brauche nur die richtige Bekleidung. So lautete der einhellige Kommentar der motivierten Wanderer und Läufer. Punkt 6.00 Uhr früh ging es dann los und 350 Läufer, 100 Nordic Walker und 850 Wanderer machten sich auf den 52 km langen Weg nach Pertisau an den Achensee. Auf den Weg wurden sie an den Labestationen bestens von den vielen freiwilligen Helfern betreut, die sich auch bei der Zubereitung der Verpflegung auf die widrigen Bedingungen und die Bedürfnisse der Teilnehmer einstellten. Kartoffelsuppe, Hafermarksuppe, Gemüsebrühe und Kräutertee gehörten am Samstag zu den wichtigsten Nahrungsmitteln für die Läufer und Wanderer. Einige mussten den Marsch bzw. ihren Lauf früher abbrechen. Bis auf leichte Blessuren, Müdigkeits- und Kälteerscheinungen wurden aber keine gröberen Verletzungen gemeldet.

In vier Stunden von Scharnitz bis an den Achensee


4 Stunden, 36 Minuten und 25 Sekunden nach dem Start war das Abenteuer „Karwendelmarsch“ zumindest für Ulrich Groß aus Meran bereits beendet. Er war der erste Mann im Ziel und gewann die diesjährige Laufwertung zwei Minuten vor dem Sieger aus 2009, Stefan Gruber, und dem drittplatzierten Florian Madl. Bei den Frauen entschied Henriette Holzknecht mit einer Zeit von 5:21:34 den Kampf gegen Nässe und Kälte für sich.

Die Ergebnisse im Überblick:

Gesamtwertung Laufen, 52 km Männer:
1) Ulrich Groß aus Meran – 4:36:25
2) Stefan Gruber aus Pill – 4:38:52
3) Florian Madl aus Patsch – 4:47:38

Gesamtwertung Laufen, 52 km Damen:
1) Henriette Holzknecht aus Sellrain – 5:21:34
2) Claudia Walder aus Seefeld – 5:33:12
3) Anni Frotschnig aus Salzburg – 5:52:20

Bis 20.00 Uhr abends konnten sich die Wanderer Zeit lassen, um die rund 2.000 Höhenmeter auf den 52 km hinter sich zu lassen. Die Strecke führte sie von Scharnitz ausgehend über die Larchetalm, das Karwendelhaus, die Ladizalm, die Falkenhütte, Eng, Binsalm, den Gramai Hochleger, die Gramaialm und die Falzturnalm bis nach Pertisau am Achensee.

Eine tragende Botschaft

„Bei Wetterbedingungen wie heute – mit Kälte, Nässe und anhaltendem Regen – war es uns in erster Linie ein großes Anliegen, dass alle Teilnehmer mit diesen fordernden Bedingungen zu Recht kommen konnten. Das machten vor allem die rund 300 freiwilligen Helfer der Bergrettung Maurach, Seefeld und Achenkirch, des Roten Kreuzes, der Feuerwehren, des Tourismusbüros und diverser Vereine möglich, “ dankten Martin Tschoner (GF Tirols Sport- und Vitalpark Achensee) und Markus Tschoner (GF Olympiaregion Seefeld) ihren Mitarbeitern.

„Darüber hinaus freuen wir uns sehr, dass es aufs Neue gelungen ist, die einmalige Kulisse des Karwendelgebirges nicht nur als Rahmen dieser Veranstaltung zu nützen, sondern wirklich die Botschaft des Naturschutzes nach außen zu tragen und das aktive Umweltbewusstsein unserer Teilnehmer zu stärken“, zeigten sich die beiden einig. „Mit der Unterstützung unserer Partner – dem Tiroler Sparkassenverband, „Bio vom Berg“ und Tiroler Steinöl – konnten wir in diesem Jahr weiter beweisen, dass der Karwendelmarsch unter stärkster Berücksichtigung des Naturschutzes veranstaltet wird.“

Diesen Bemühungen der Veranstalter zollten bereits im Vorfeld des Karwendelmarschs die verantwortlichen Stellen, allen voran die Umweltschutzabteilung des Landes Tirol, großen Respekt und gaben „grünes Licht“ für die Durchführung des Traditionsmarschs in den nächsten beiden Jahren bis 2012. Termin für das nächste Jahr: 27. August 2011.

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  • Presse Informationen auf www.presse.achensee.info
  • 9 Gedanken zu „Karwendelmarsch 2010: Voller Erfolg trotz Regen und Kälte“

    1. Dem Lob meiner „Vorredner“ zur Organisation, Labstationen etc. möchte ich mich anschliessen.
      Was aus meiner Sicht jedoch verbesserungswürde ist, war eine deutlichere Beschreibung des Routenverlaufs bzw. das was nach den 35 KM nach der Eng noch auf den Teilnehmer wartet. Das Google-Earth-Streckenprofil ist dazu zuwenig aussagefähig. Ich glaube, dass v.a. schwächere Geher auf dem Stück nach der Binsalm ziemlich gefordert waren (erschwert durch das Wetter) und dann rechtzeitig enscheiden könnten, in der Eng aufzuhören, anstatt sich zu überlasten oder ewig zu marschieren. Ist schon klar, dass jeder sich selbst davor informieren soll, aber trotzdem …

    2. Wieso war eigentlich der TVB „Silberregion Karwendel“ heuer wieder nicht mit von der Partie? – Fühlte er sich abermals „nicht gefragt“?

      Wenn ihr keine derartigen Kommentare auf der Homepage haben wollt – kein Problem! Dann antwortet bitte über die Emailschiene, danke! Ich bleib‘ da nämlich ganz gewiß dran.

      1. Hallo BikeArea Tirol,
        der Karwendelmarsch wird von den beiden Regionen Olympiaregion Seefeld und Achensee organisiert, finanziert und durchgeführt. Darüber hinaus helfen uns auch viele Hüttenwirte und Grundbesitzer aus der Silberregion Karwendel. Für alle Teilnehmer und auch für uns alle ist es vorallem wichtig, dass die Zusammenarbeit regionsübergreifend funktioniert und dies ist aufgrund der unkomplizierten und stets angenehmen Zusammenarbeit mit allen Hüttenwirten und Grundbesitzern entlang der Strecke der Fall. Der TVB Silberregion Karwendel hat sich hier nie aktiv zu Wort gemeldet.
        Dein Karwendelmarsch Team

    3. Hallo Organisationsteam!
      Ich war als Marschierer gemeldet, bin dann aber doch lieber gerannt, da mir zu kalt war;-)) Ich möchte Euch gratulieren, dass Ihr die Veranstaltung so gut organisieren habt können. Die Betreuung auf der Strecke war genial. Die warmen Getränke, Suppen und Powerriegel waren ein Hit. Dass man immer wieder auf Helfer und Beobachter getroffen ist, gab zudem ein sicheres Gefühl. Ich fand auch die Betreuung im Ziel in Ordnung. Dass es derart miese Verhältnisse gibt, war ja auch nicht unbedingt vorauszusehen … und das geniale Massageteam hat ja über einiges hinweggetröstet. Es war trotz Regen – oder eventuell sogar wegen dem Regen – ein ganz besonderes Gefühl und eine ganz besondere Herausforderung. Ich denke, ich bin in den nächsten Jahren wieder dabei. Wünsche Euch weiterhin gutes Gelingen.

    4. Natürlich will auch ich Euch gratulieren. Es war wieder ganz toll organisiert – selbst die Rückfahrt nach Scharnitz hat diesmal prima geklappt. Herzlichen Dank auch den vielen Helfern, die unverzagt und überaus freundlich allen Mut zugesprochen und so für’s leibliche sowie seelische Wohl gesorgt haben. Und das Wetter: …. vielleicht klappt ein guter Mix beim nächsten Mal.

    5. Kann mich der Gratulation meines Vorgängers nur anschließen. Super organisiert. Dank an alle Helfer. Hervorragende Labstationen mit sehr sehr freundlichen u. hilfsbereiten Helfer. Wir waren das erste Mal dabei aber sicher nicht das letzte Mal.
      Anita, Daniela, Elmar u. Karin aus dem Lechtal.

    6. Danke und Gratulation zur perfekten Organisation des heurigen Marsches. Trotz Kälte und Nässe wurde es wiederum ein Ereignis an das man sich noch lange erinnert. Danke auch an die Helfer entlang der Route.

      1. Die Helfer waren wirklich toll. Leider fehlen auf der ganzen Strecke und vorallem am Start die Toiletten! Und die Duschen im Ziel sind eine echte Frechheit.
        Die gute Laune der Läufer, kann aber weder durch die Organisatorischen Mängel, noch durch den Regen getrübt werden, da das Karwendel eines der schönsten Gebirge ist.

      2. Hallo Markus, danke für dein Kommentar – den Punkt mit den Duschen haben wir bereits aufgenommen und für die Planung 2011 vorbereitet.
        Die Toiletten im Startbereich musst du übersehen haben – an das haben wir schon gedacht, direkt im Gemeindesaal Scharnitz.
        Allerdings ist es nicht möglich, entlang der Strecke Toiletten zu positionieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Hütten ist es hier bis dato noch zu keinen Problemen gekommen.
        Dein Karwendelmarsch-Team

    Kommentare sind geschlossen.

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