Regnerisch, nass und kalt – so zeigte sich das Karwendelgebirge am Samstag den Teilnehmern des Karwendelmarschs. Die 1300 Begeisterten ließen sich aber von den widrigen Bedingungen nicht abschrecken und liefen, wanderten oder walkten 52 km bzw. 35 km quer durch den Alpenpark Karwendel von Scharnitz nach Pertisau an den Achensee.

Sieger der Tageswertung war Ulrich Groß aus Meran (4:36:25) und bei den Damen entschied Henriette Holzknecht aus Sellrain (5:21:34) die Wertung für sich.

Wanderer trotzten den Wetterbedingungen

Gute Stimmung herrschte am Freitagmorgen kurz vor 6.00 Uhr in Scharnitz. Trotz Regen und kühlen Herbsttemperaturen freuten sich die Teilnehmer auf das bevorstehende Erlebnis Karwendelmarsch. Viele nahmen die widrigen Wetterbedingungen mit Gelassenheit. Beim Wandern gebe es kein schlechtes Wetter, man brauche nur die richtige Bekleidung. So lautete der einhellige Kommentar der motivierten Wanderer und Läufer. Punkt 6.00 Uhr früh ging es dann los und 350 Läufer, 100 Nordic Walker und 850 Wanderer machten sich auf den 52 km langen Weg nach Pertisau an den Achensee. Auf den Weg wurden sie an den Labestationen bestens von den vielen freiwilligen Helfern betreut, die sich auch bei der Zubereitung der Verpflegung auf die widrigen Bedingungen und die Bedürfnisse der Teilnehmer einstellten. Kartoffelsuppe, Hafermarksuppe, Gemüsebrühe und Kräutertee gehörten am Samstag zu den wichtigsten Nahrungsmitteln für die Läufer und Wanderer. Einige mussten den Marsch bzw. ihren Lauf früher abbrechen. Bis auf leichte Blessuren, Müdigkeits- und Kälteerscheinungen wurden aber keine gröberen Verletzungen gemeldet.

In vier Stunden von Scharnitz bis an den Achensee


4 Stunden, 36 Minuten und 25 Sekunden nach dem Start war das Abenteuer „Karwendelmarsch“ zumindest für Ulrich Groß aus Meran bereits beendet. Er war der erste Mann im Ziel und gewann die diesjährige Laufwertung zwei Minuten vor dem Sieger aus 2009, Stefan Gruber, und dem drittplatzierten Florian Madl. Bei den Frauen entschied Henriette Holzknecht mit einer Zeit von 5:21:34 den Kampf gegen Nässe und Kälte für sich.

Die Ergebnisse im Überblick:

Gesamtwertung Laufen, 52 km Männer:
1) Ulrich Groß aus Meran – 4:36:25
2) Stefan Gruber aus Pill – 4:38:52
3) Florian Madl aus Patsch – 4:47:38

Gesamtwertung Laufen, 52 km Damen:
1) Henriette Holzknecht aus Sellrain – 5:21:34
2) Claudia Walder aus Seefeld – 5:33:12
3) Anni Frotschnig aus Salzburg – 5:52:20

Bis 20.00 Uhr abends konnten sich die Wanderer Zeit lassen, um die rund 2.000 Höhenmeter auf den 52 km hinter sich zu lassen. Die Strecke führte sie von Scharnitz ausgehend über die Larchetalm, das Karwendelhaus, die Ladizalm, die Falkenhütte, Eng, Binsalm, den Gramai Hochleger, die Gramaialm und die Falzturnalm bis nach Pertisau am Achensee.

Eine tragende Botschaft

„Bei Wetterbedingungen wie heute – mit Kälte, Nässe und anhaltendem Regen – war es uns in erster Linie ein großes Anliegen, dass alle Teilnehmer mit diesen fordernden Bedingungen zu Recht kommen konnten. Das machten vor allem die rund 300 freiwilligen Helfer der Bergrettung Maurach, Seefeld und Achenkirch, des Roten Kreuzes, der Feuerwehren, des Tourismusbüros und diverser Vereine möglich, “ dankten Martin Tschoner (GF Tirols Sport- und Vitalpark Achensee) und Markus Tschoner (GF Olympiaregion Seefeld) ihren Mitarbeitern.

„Darüber hinaus freuen wir uns sehr, dass es aufs Neue gelungen ist, die einmalige Kulisse des Karwendelgebirges nicht nur als Rahmen dieser Veranstaltung zu nützen, sondern wirklich die Botschaft des Naturschutzes nach außen zu tragen und das aktive Umweltbewusstsein unserer Teilnehmer zu stärken“, zeigten sich die beiden einig. „Mit der Unterstützung unserer Partner – dem Tiroler Sparkassenverband, „Bio vom Berg“ und Tiroler Steinöl – konnten wir in diesem Jahr weiter beweisen, dass der Karwendelmarsch unter stärkster Berücksichtigung des Naturschutzes veranstaltet wird.“

Diesen Bemühungen der Veranstalter zollten bereits im Vorfeld des Karwendelmarschs die verantwortlichen Stellen, allen voran die Umweltschutzabteilung des Landes Tirol, großen Respekt und gaben „grünes Licht“ für die Durchführung des Traditionsmarschs in den nächsten beiden Jahren bis 2012. Termin für das nächste Jahr: 27. August 2011.

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