Ein grandioser Tag im Naturpark Karwendel

Ein grandioser Tag! So viel steht fest als wir die Ziellinie in Pertisau am Achensee müde und kaputt passieren…

Ein grandioser Tag im Naturpark Karwendel

Das war es wirklich – so viel stand fest als wir die Ziellinie in Pertisau am Achensee müde und kaputt passierten.
Was haben wir da eigentlich eben gemacht? So wirklich greifen können wir das selbst jetzt noch nicht nach knapp 4 Wochen.

Wie es uns auf dem Karwendelmarsch so erging könnt ihr in unserem Video ganz gut verfolgen und auch auf meinem BLOG jager-der-berge.de nachlesen. Dort erfahrt ihr mehr über unserem Lauf quer durch den Naturpark Karwendel.

DANKE an alle Helfer, Freiwilligen, Organisatoren ihr macht einen super Job. Ohne euch wäre der Karwendelmarsch nur halb so genial!

Team #glaubandich erobert Karwendelmarsch

Mit dem Team #glaubandich der Tiroler Sparkassen ging das größte Team an den Start, das jemals beim Karwendel­marsch angetreten ist…

Team #glaubandich erobert Karwendelmarsch

Mit dem Team #glaubandich der Tiroler Sparkassen ging das größte Team an den Start, das jemals beim Karwendel­marsch angetreten ist. Knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellten sich der Herausforderung mit dem Ziel, gemeinsam Grenzen zu überwinden und vor allem an sich zu glauben.

Bereits zum 11. Mal unterstützten die Tiroler Sparkassen als Hauptpartner den Karwendelmarsch.  2.500 Teil­nehmerinnen und Teilnehmer aus 29 Nationen stellten sich am 31. August 2019 dem alpinen Lauf- und Wanderevent. Heuer nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tiroler Sparkassen das Motto #glaubandich zum Anlass, gemein­sam mit einem Team anzutreten. „Der Glaube versetzt bekanntlich nicht nur Berge, sondern unterstützt auch auf dem Weg durch sie hindurch. Mit dem Team #glaubandich der Tiroler Sparkassen ging das größte Team an den Start, das jemals beim Karwendelmarsch angetreten ist. Unsere knapp 50 Mitarbeite­rinnen und Mitarbeiter aus allen Sparkassen in Tirol erfüllten sich den Traum, gemeinsam Grenzen zu über­winden und trotz aller Anstrengung an sich zu glauben.“, freut sich Hermann Nagiller, Geschäfts­führer des Sparkassen Landesverbands für Tirol und Vorarlberg.

2.081 Kilometer in 364,5 Stunden

Atemberaubend war nicht nur die Berg­kulisse im größten Naturpark Österreichs. Auch die Leistungen des Teams #glaubandich ergaben in Zahlen gegossen ein beeindruckendes Bild: Die Summe der gelaufenen und gewan­derten Kilo­meter aller Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter der Sparkasse ergab 2.081 Kilo­meter. Die addierte Lauf­zeit des Teams betrug 364,5 Stunden. Beim Lauf selbst konnten die Starterinnen und Starter zwischen der vollen Distanz von 52 Kilo­meter oder der verkürzen Strecke mit 35 Kilometer wählen. Im Team #glaubandich stellten sich 94 % der Teil­nehmerInnen der vollen Distanz. Auch diese Zahl unterstreicht die unglaubliche Motivation. Der Startschuss fiel um 6 Uhr in der Früh in Scharnitz. Die Strecke führte über den Schaf­stall­boden, das Karwendel­haus, die Ladiz­alm, die Falken­hütte, Eng (Ziel der 35 Kilometer langen Route), die Binsalm, den Gramai Hochleger, die Gramaialm und die Falzturnalm bis nach Pertisau am Achensee. Schnellstes Team-Mitglied war Matthias Issig von der Tiroler Sparkasse, der die 52 Kilometer in einer Rekordzeit von 5:20:11 h bewältigte.

5 Rote Wilscher auf dem Weg in’s Ziel

Wir sind eine kleine Läufergruppe aus dem flachen Wilsche bei Gifhorn/Niedersachsen und haben uns zum Ziel gesetzt gemeinsam die Berge unsicher zu machen…

5 Rote Wilscher auf dem Weg in's Ziel

Ein Hallo an alle Helfer und Mitläufer

Wir sind eine kleine Läufergruppe aus dem flachen Wilsche bei Gifhorn/Niedersachsen und haben uns zum Ziel gesetzt gemeinsam die Berge unsicher zu machen. NACH ZUGSPITZE, JUNGFRAU, GLACIER UND DIVERSEN ANDEREN TRAILS HABEN WIR UNS mit Freude in diesem Jahr beim Karwendellauf angemeldet. Eine super Entscheidung. RESPEKTEINFLÖSSENDE 52 KM SOLLTEN UNSEREN FLACHLANDBEINEN EINIGES ABVERLANGEN. BEI WUNDERVOLLEM HERBSTSONNENWETTER GINGEN

DIRK, STEFAN, MATHIAS , ANDREAS

UND MEINER Einer auf ein tolles Abenteuer mit herrlichen Natureindrücken …. so viele nette Helfer…kulinarisch ein Erlebnis…

Weiter so!!!
Wir werden auch die nächsten  Jahre wieder die Berge unsicher machen…Ehrenwort 😀😀

Gruß Dierk

Fränkische Gipfelstürmer beim Karwendelmarsch 2019

Beim Karwendelmarsch im Jahre 2015 ging es für mich für das Team exito Gipfelstürmer das erste Mal auf die Trails von Pertisau Richtung Achensee…

Fränkische Gipfelstürmer beim Karwendelmarsch 2019

Beim Karwendelmarsch im Jahre 2015 ging es für mich für das Team exito Gipfelstürmer das erste Mal auf die Trails von Pertisau Richtung Achensee. Damals war es mein zweiter Ultralauf überhaupt und ich hatte an diesem Tag sehr zu kämpfen und habe von der wunderbaren Strecke gar nicht allzu viel mitbekommen. 4 Jahre später, mit wesentlich mehr Erfahrung im Gepäck, wollte ich es nochmals wissen und neben einer schnelleren Zeit auch mehr von der umliegenden Bergwelt genießen. Die Rahmenbedingungen hätten nicht besser sein können. Alles hat gepasst. Der Wetterbericht prophezeite Kaiserwetter vom feinsten und so kam es auch. 

Pertisau, 02:15 Uhr. Der Wecker klingelte. Zeit um sich aus dem Bett zu quälen, Zeit um gemütlich mit dem Frühstücken zu beginnen und Zeit um nebenbei UTMB TV zu schauen, der ja zeitgleich statt fand. 

04:00 Abfahrt mit dem Bus nach Scharnitz. Müde Läufer, die noch auf eine Mütze Schlaf hofften suchten sich einen Platz in einem der Busse und versuchten es sich so bequem wie möglich zu machen. 

In Scharnitz angekommen, begann der Pilgerzug bis zu Startgeländer. Peter und ich hatten noch genügend Zeit bis zum Start, die Startunterlagen hatten wir uns bereits schon am Abend zuvor besorgt. Pünktlich um 6 Uhr waren dann die insgesamt 2.500 vom restlos ausverkauften Karwendelmarsch an der Startlinie positioniert (900 Läufer und 1.600 Wanderer). 

Am Start um 6 Uhr in der früh war keine Wolke am Himmel und so war es schon ein bisschen frisch. Doch schon bald nach dem Startschuss kam der Körper auf Betriebstemperatur. Das Tempo vorne in der Läufergruppe war hoch und der Blick auf meine Uhr zeigte mir, dass es etwas zu hoch war. Also habe ich erst mal einen Gang zurückgeschaltet und versucht, meinen Rhythmus zu finden. Anfangs ging es auf breiten Forstwegen immer im Tal entlang bis zu ersten Verpflegung. Ein Stück Banane und ein paar Kekse versüßten die nächsten paar Meter. 

Nun wurde es langsam ernst und die erste längere Steigung begann. Es war immer noch alles laufbar aber schon ein Stück anstrengender als die ersten 10 km. Doch der Sonnenaufgang, die von der Morgensonne angestrahlten Berge rings herum sorgten für sehr gute Ablenkung. Und die Aussicht auf die nächste Verpflegung am Karwendelhaus hielt die Motivation oben. 

Ein gut belegtes Schinkenbrot und ein Stück Apfel waren meine Wegzehrung für den nächsten Streckenabschnitt. Kurz darauf ging es auch schon in den ersten Downhill. Es war nun keine Forststraße mehr auf der wir liefen sondern ein breiter, grob geschotterter Weg. Nun war erhöhte Aufmerksamkeit gefordert. Es lohnte sich jedoch immer ein Blick gen Himmerl, denn die Aussicht auf die schroffen Felsformationen war stets überragend. 

Downhill geschafft. Die Verpflegung “Kleiner Ahornboden” bot den Läufern abermals die Möglichkeit Vorräte wieder aufzufüllen doch ich war gut versorgt und lief weiter. Der nächste Anstieg wartete schon. Anfangs noch laufbar aber dann ging das erste richtig steile Stück im Wandermodus hinauf zur Falkenhütte. Wenn man nur noch gehen kann, hat es immerhin den Vorteil, dass man mehr Zeit hat um in Ruhe die Bergkulisse zu bestaunen und das ein oder andere (unverwackelte) Bild machen zu können. Nachdem die Falkenhütte passiert war, war die große Verpflegungsstation in der Eng schon “fast” zum Greifen nahe. Für den ein oder anderen Wanderer war in der Eng nach 35 km schon das Ziel erreicht, aber für alle die bis nach Pertisau laufen wollten galt es noch einen letzten Anstieg hinauf zum Grammai Hochleger (1.756 m) zu bezwingen. 

3:36 h sah ich auf der Zeitnahme als ich die Verpflegung Eng erreichte. Und nur noch ein Berg? Das fühlte sich gut an – ich hatte leider schon vergessen, wie sich dieser Anstieg schon das letzte Mal in die länge zog und es sollte in diesem Jahr auch nicht anders werden. An dieser Stelle hatte ich einen richtigen Durchhänger und wurde von vielen anderen Läufern überholt. Es waren wohl ein paar Trainings-Höhenmeter zu wenig in diesem Jahr, dachte ich mir und kämpfte mich Schritt für Schritt immer weiter nach oben.

Oben angekommen wurden wir Läufer zunächst von der Bergwacht begrüßt und angefeuert. Jetzt “nur” noch runter! Das fühlte sich gut an. Aber “nur noch” war gut. Der schöne Trail, den es vor 4 Jahren nach unten ging war dem Erdboden gleich gemacht worden und es folgte ein wirklich steiles Stück, wo der ein oder andere Läufer unsanft auf dem Hosenboden landete weil die Schuhe auf dem Schotter keinen Grip fanden. Als die gröbsten Steilpassagen gemeistert waren wurde die Strecke “sanfter” und die Supporter, Wanderer entlang der Strecke feuerten uns Läufer euphorisch an. Die Stimmung war wirklich super und so kam ich Kilometer für Kilometer näher Richtung Ziel. Nach 5:45 h überquerte ich dann überglücklich die Ziellinie und freute mich auf ein kühles Bier und ein erfrischendes Bad im Achensee. 

Vielen Dank nochmals für die tolle Orga und die vielen freiwilligen Helfer entlang der Strecke oder auch im Ziel. Bis auf bald im schönen Karwendelgebirge!

Euer Stefan
www.trailaway.de 

Hand in Hand durchs Karwendel

Es war 2019 mein 4. Karwendellauf und er hat an seiner Einzigartigkeit an Nichts verloren. Man redet ein ganzes Jahr darüber, bereitet sich vor, trainiert hart und hat nur ein Ziel vor Augen, Pertisau nach 52 km zu erreichen…

Hand in Hand durchs Karwendel

Es war 2019 mein 4. Karwendellauf und er hat an seiner Einzigartigkeit an Nichts verloren. Man redet ein ganzes Jahr darüber, bereitet sich vor, trainiert hart und hat nur ein Ziel vor Augen, Pertisau nach 52 km zu erreichen. Eine einzigartige Kulisse, viel Schweiß und viel Mühe… aber unendlich aufregend und schön. Eigentlich ist es nicht selbstverständlich, dass man so was erleben darf. Ich genieße es einfach total. Dieses Jahr war irgendwie ganz besonders. Mein Mann hatte einen schweren Unfall und brauchte lange, dass er wieder auf die Beine kam. Dass er dieses Jahr mit mir zusammen den Karwendellauf bestreiten konnte, daran glaubten wir lange nicht. Er war aber in besten  medizinischen Händen, wurde topmotiviert und hat selbst dafür gekämpft, wieder gesund zu werden.   Umso mehr macht es uns stolz, dass wir für unser Team Gelenkpunkt, welches massgeblich an seiner Genesung beteiligt war,  starten durften. Schön, dass es solche Menschen gibt. Auch eine gute Gelegenheit, dem ganzen  Team „Danke“ zu sagen. Auf alle Fälle kamen wir gut ins Ziel und hatten eine Menge Spaß dabei . Ich kann nur jedem empfehlen, mit dem Laufen zu beginnen – es hat mich und mein Leben verändert und tut ganz einfach Körper und Seele gut. Wenn man dann noch so ein landschaftlich schönes super organisiertes Event erleben darf, ist die Welt in Ordnung. Danke dem Team vom Karwendelmarsch und hoffentlich bis zum nächsten Jahr, lg Alexandra Eberharter / Bruck am Ziller

Der Nikolaus der den Karwendelmarsch beschert

Am 6. Dezember 2018 wurde ich vom Tag des Nikolauses etwas überrascht und ich musste noch kurzfristig einen kleinen Nikolaus für meine Frau besorgen…

Der Nikolaus der den Karwendelmarsch beschert

Am 6. Dezember 2018 wurde ich vom Tag des Nikolauses etwas überrascht und ich musste noch kurzfristig einen kleinen Nikolaus für meine Frau besorgen. Da ich mich schon seit einigen Jahren mit einer Teilnahme des Karwendelmarsches beschäftigt hatte, kam mir am Frühstückstisch die spontane Idee uns dazu anzumelden. Dann könnte auch ich mir einen kleinen Nikolaus bescheren, so dachte ich mir. :-)

So meldete ich meine Frau und mich spontan beim gemeinsamen Frühstück ohne Vorankündigung an. Als bei meiner Frau dann gleich die Anmeldebestätigung auf Ihrem Handy eintraf, fragt diese etwas verwundert was das sei? Ich antwortete nur, daß ich Ihr einen schönen Nikolaus wünsche und mich auf eine gemeinsame Teilnahme am Karwendelmarsch 2019 mit Ihr und die dazugehörige Vorbereitung sehr freue. Der Gesichtsausdruck meiner Frau war daraufhin nicht wirklich von Freude gezeichnet, aber es wurde von Woche zu Woche besser und mir wurde schön langsam verziehen. Die Trainingsvorbereitungen neben Familie, Beruf und Schule liefen nach Plan. So rückte der Tag X immer näher. Die Nervosität, Anspannung und Vorfreude stieg von Tag zu Tag. Welche Zielzeit, welche Kleidung, wieviel trinken, wie gehen wir`s an, was essen wir davor und während des Rennen, wann laufen, wann gehen und vieles mehr waren die abendlichen Gespräche in den letzten Tagen vor dem Tag 31.08.2019.

Zielzeit 10 Stunden oder doch 12 Stunden, realistisch fragten wir uns? Keine Ahnung lassen wir es auf uns zukommen, war dann unsere gemeinsame Antwort.

So reisten wir am Vortag nach Seefeld an, um dann noch die Startnummern in Scharnitz zu holen. Wir fuhren mit der Bahn wieder retour nach Seefeld um uns noch ein Wienerschnitzel zu gönnen. Anschließend musste auch noch ein Crepes her, sodaß wir mit etwas zu viel im Magen uns auf den Weg ins Hotel machten. Laufen könnten wir heute keinen Meter war unsere Erkenntnis auf dem Weg zum Hotel.

Wir bereiteten im Hotelzimmer schon mal alles soweit vor. Rucksäcke packen, Camelbaks befüllen und einiges mehr Stand noch auf dem Programm. Um 22:15 schon im Bett gemütlich gemacht und kurz vorm einnicken haben wir dann unsere „Rennstrategie“ umgeworfen und von 2 Rucksächen (jeder einen) auf einen Rucksack spontan geändert. So waren wir wieder hellwach und packten nochmal dementsprechend um.

Nach ca. 2 Stunden durchgehenden Schlaf klingelte dann um 4 Uhr der Wecker. Wir fuhren zum Start und fühlten uns beide körperlich sehr gut. Um 6 Uhr fiel dann der lang ersehnte Startschuß. Das Rennen starteten wir moderat und hatten dabei unseren Pulsbereich bis zum Ersten Anstieg auf das Karwendelhaus im Blick.

Von da an gab dann meine Frau den Ton (Tempo) an. Bin ich auch von zuhause schon so gewohnt. ;-)

So meisterten wir einen Auf- und Aufstieg nach dem anderen und an der Grammai angekommen rechnete ich mir das noch benötigte Lauftempo für eine Zielzeit von unter 8 Stunden aus. Da müssten wir in 7:30min/km die letzten Kilometer durchwegs bergab absolvieren. So machten wir uns auf den Weg. Die letzten 10km (mit Beschilderung) waren dann nochmal richtig hart, aber wir konnten die 8 Stunden Marke knacken und waren Megastolz! Vor allem ein großes Chapeau an meine Frau, die erst seit 1,5 Jahre regelmäßig Sport betreibt. Im Ziel erwarteten uns dann unsere treuesten „Fans“, unsere 2 Mädls mit Oma.

Es war wirklich ein einzigartiges Erlebnis und eine tolle Veranstaltung. Wir werden wieder kommen!

Karwendelmarsch- Die Legende lebt oder der Nikolaus der den Karwendelmarsch beschert. ;-)

Gruß und ein großes Lob an das OK Team
Georg und Daniela Stolzlechner

Just married Karwendel

Fast ein Jahr hat die Planung für die Hochzeit passend zum Karwendelmarsch gedauert, aber es hat sich gelohnt…

Just married Karwendel

Fast ein Jahr hat die Planung für die Hochzeit passend zum Karwendelmarsch gedauert, aber es hat sich gelohnt ….. genau kann man das ja erst nächste Woche sagen ….. mit schwitzenden Händen am Rechner für die Onlineanmeldung morgens gesessen und dann !!! „Oh Schreck“ !!! der Anmelde-Server machte schlapp ….. die Dame hatte schon die Startnummer 87, aber bei mir nur noch die „Sanduhr“ …. wird die Aktion schon im Urspung scheitern ??? …. nach 15 Minuten (gefühlt 36 Stunden) ging es weiter und siehe da !!! Startnummer 115 !!! …. Part 1 hatte geklappt …. Part 2 die entsprechende Unterkunft buchen ….. das ging flott, denn es waren im Dezember noch Zimmer frei für den August …. Part 3 der Behördengang, um den  Termin Ende August zu ergattern ….. erwies sich als einfacher als gedacht …. und jetzt zu vielleicht den schwierigsten Part der ganzen Geschichte „Die Dame zu überzeugen “ …. denn die wusste bis Dato noch nichts über Ihr „Glück“ …….. bei einem schönen Berglauf in der Pfalz, wurde Sie auf einer Hütte (nach einem guten Pfälzer Wein) vor vollendete Tatsachen gestellt ….. und „TaTaaaaaaaaaaaa“ die Mühe war nicht unsonst ….. so wird der Karwendelmarsch 2019 für uns zum „Hochzeitslauf“ ….. natürlich konnte man sich nicht direkt vor dem Lauf trauen lassen, aber auf die 2 Tage vorher kommt es jetzt auch nicht drauf an ……. wir freuen uns :-)

Der Karwendelmarsch

Die Legende lebt! Ich habe selbst 6 Mal am Karwendelmarsch teilgenommen. Das war noch in der Zeit, bevor er dann eine Zeit lang nicht mehr veranstaltet wurde. Damals ist eine kleine Geschichte entstanden, die auch noch heute aktuell ist und den Marsch gut beschreibt…

Der Karwendelmarsch

Eigentlich ist er zu lang, um darüber zu schreiben. 52 km und kein bisschen kürzer. Was ihn so lang macht, das sind nicht nur die waagrechten Meter, sondern die 2000 Höhenmeter, die auch noch dazukommen. Aber der Reihe nach:

  • Kaum einer kann die Nacht davor gut schlafen – auch alte Karwendelmarsch-Hasen.  Viele müssen schon um 3:00 Uhr aufstehen, manche noch früher, um zwischen 4:30 und 5:30 Uhr an den Start zu kommen. Am Start ist es noch stockdunkel und kalt.
  • Mit einem Kanonenschuss werden die Läufer gestartet. Wahnsinn PUR in den Augen vieler. Sie legen die Strecke in 4 bis 7 Stunden zurück. Unglaublich!
  • Die Geher machen es gemütlicher, obwohl es darunter auch welche gibt, die glauben, auch möglichst schnell sein zu müssen.
  • Langsam weicht die Finsternis der Dämmerung und die schöne Landschaft des Karwendels wird schemenhaft sichtbar. Mit dem Aufgang der Sonne wird der Reiz der Natur in das warme Licht der ersten Sonnenstrahlen getaucht.
  • Zu diesem Zeitpunkt liegt die 1. Station, die Laliderer Alm bereits dahinter und das Karwendelhaus mit der zweiten Verpflegungsstation taucht auf. Es gibt Kekse, Orangen, Zitronen und Tee.
  • Im kleinen Ahornboden steht ein alter, abgestorbener Ahornbaum. Er zieht die Blicke magisch an und erweckt Verwunderung.
  • Wieder geht es bergauf, hinauf zur Ladisalm und zur Falkenhütte. Die wuchtigen Laliderer Wände lassen die Menschen klein und unbedeutend erscheinen. Das ist jetzt der alpinste Teil der Strecke und man fühlt, dass man inmitten des größten unbewohnten Gebietes von Österreich dahinstolziert.
  • Nach einem kurzen Anstieg geht es hinunter zum großen Ahornboden mit seinen vielen Ahornbäumen. Es ist der größte zusammenhängende Ahornbaumbestand in Österreich.
  • Die Engalm bietet die Möglichkeit auszusteigen. 35 Kilometer sind eigentlich auch schon genug. Im Laufe der Karwendelmarsch-Geschichte ist der Anteil der Weitermarschierer kontinuierlich angestiegen. 1987 waren es bereits 80%. 1969 beim ersten Marsch war es noch umgekehrt. 80% haben in der Engalm Schluss gemacht und nur 20% sind durchmarschiert. Sollten sich die Grenzen des Machbaren aufgrund zunehmender Fitness der Bevölkerung verschoben haben?
  • Spätestens jetzt tauchen die ersten Beschwerden auf. Fußbrennen, Knieschmerzen, der blöde Meniscus wieder, drückender Rucksack etc. Auch die ersten Wadenkrämpfe stellen sich ein. Der Abstieg ist viel unangenehmer als der Aufstieg. Ist auch klar da die dynamischen Spitzenbelastungen für Gelenke und Muskulatur hinunter größer sind als bergauf. Jetzt sind Mineralstoffe gefragt. Erfahrene Karwendelmarsch-Geher haben Salz- oder Mineralstofftabletten mit sich. Sehr schlau!
  • Wer jetzt weitergeht, hat es nicht leicht. Der Anstieg auf die Binsalm und dann weiter auf den Binsalmsattel ist besonders steil und anstrengend. Und die Kräfte? Ja wo sind die? Außerdem heizt die Sonne voll in den Hang hinein. Spätestens hier ist es nicht mehr kalt. Im Schatten von Latschen sitzt einer und flucht im schönsten Bayrisch: „Wenn i den dawisch, der die Scheißberg so steil baut
    hot, dann…!!!“ „Außerdem, wenn i mei Weib dawisch, die gsogt hot, dass es eh nimma weit is, dann darwürg is. Oba deis Luada kraxlt jo wia am Gams umadum!“
  • Endlich oben! Jetzt nur noch hinunter. Pertisau wir kommen!
  • Gramai: Jetzt noch 7 km leichter Marsch – nur mehr leicht abschüssig, teilweise eben. Jetzt in der Nähe des Ziels macht man Bekanntschaften. Nebeneinander marschieren plaudern. Schön. In der Genugtuung des bereits Vollbrachten und in der Euphorie des kurz bevor stehenden Zieleinlaufs beginnen die Gedanken zu fliegen. Irgendwie entsteht ein harmonischer Gleichklang.
  • In Falzthurn gibt es noch Kaffee beim Praxmarer Stand. Ich kann mir nicht erklären, warum gerade jetzt nach 46 km der Körper ein Verlangen verspürt für einen Kaffee. Und das passt einfach.
  • Die letzten Kilometer- Lauscher aufsperren. Im Ziel lärmt die Blasmusik. Wenn man sie hört, dann ist das Ziel jetzt wirklich in greifbarer Nähe. Wer hört sie zuerst? Und da ist sie. Und das Ziel. Wir sind angekommen!

Wie jedes Jahr ist alles gut gegangen. Die Organisation hat wie jedes Jahr hervorragende Arbeit geleistet. Und es war wie jedes Jahr ein beeindruckendes Erlebnis.
Auffällig ist auch, dass die Zahl der Frauen von Jahr zu Jahr zunimmt. Die Emanzipation macht sich auch auf diese Weise bemerkbar. Ist gut so.
Eigentlich sollte man den Karwendelmarsch nicht in einem Tag machen. Zwei oder vielleicht sogar drei Tage wären angemessen. Jeder, der nicht voll fit ist, sollte sich Zeit nehmen. Außerdem bleibt mehr Zeit, um die herrliche Natur zu genießen. Der Karwendelmarsch ist ein einmaliges Erlebnis!
Nun zum Abschluss noch eine Redewendung:
Ein Mann ist erst dann ein Mann, wenn er ein Kind gezeugt, einen Baum gepflanzt, ein Haus gebaut hat. Der Playboy hat ergänzt: Und einen Zwölfzylinder Ferrari gefahren hat. Und ich ergänze: Wer einen Karwendelmarsch gegangen ist!

TEAM #glaubandich

Herausforderungen annehmen, Grenzen überwinden, Berge versetzen und an sich glauben…

TEAM #glaubandich

TEAM #glaubandich – Herausforderungen annehmen, Grenzen überwinden, Berge versetzen und an sich glauben.

Bereits zum 11. Mal glauben die Sparkassen in Tirol als Hauptpartner des Karwendelmarschs an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der Glaube versetzt nicht nur bekanntlich Berge, sondern unterstützt auch auf dem Weg durch sie hindurch. In diesem Sinne haben es sich die Sparkassen Tirols zum Ziel gesetzt, das größte Team zusammenzustellen, das jemals am Karwendelmarsch teilgenommen hat.

Fast 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen werden die #glaubandich Botschaft ins Karwendelgebirge tragen, stellen sich der Herausforderung und bilden gemeinsam das TEAM #glaubandich.

Mein erster Ultra

Mein erster Ultra

Letzten Herbst habe ich spontan entschieden mich für das Jubiläumsjahr beim Karwendelmarsch für die 52km anzumelden. Eigentlich ohne jegliche Lauferfahrung da ich eigentlich mehr so der Berggeher bin. Aber 2016 hat mich das Karwendelmarschfieber gepackt, wo ich mit meinem Schatz die 35km maschierend bewältigt habe.

Die Zeit bis zum Karwendelmarsch versuchte ich mich mehr oder weniger erfolgreich beim Trailrun. Ein großes Dank an der Seite an meinen Papa, der mich die letzten 3 Wochen vor dem Rennen noch jeden Tag auf die heimischen Trails schickte!

Auf einmal war er dann da der Tag X. Mit riesiger Nervosität und wie immer bei Nervosität mit Verdauungsproblemen ging ich auch wieder mit meinem Schatz an den Start. Und das lange Trainieren hatte sich auf einmal bezahlt gemacht: keine Luftprobleme, kein Zwicken in der Hüfte oder in den Knien. Nach kalten, nassen aber auch unglaublich schönen 52km erreichten wir nach 8h15min das Ziel in Pertisau, wo uns meine Eltern schon jubelnd erwarteten. Im Ziel kamen mir vor lauter Glücksgefühlen die Tränen, vor allem weil ich ein Bild meines Opas während der ganzen 52km bei mir trug. Der diesen Marsch 1990 mit meinem Papa gemeinsam und 7 Jahre vor seinem Tod bestritten hat.

Das Rennen war persönlich sehr wichtig für mich, um mich ihm noch einmal näher zu sein, wenn die Erinnerung 21 Jahre nach seinem Tod schon langsam verblasst (vor allem war ich erst 2 Jahre alt).

Ein riesengroßes Danke an meinen Schatz, der mich gesund und munter ins Ziel gebracht hat, an meine Eltern, fürs Trainieren und Warten im Ziel, meinen Opa und an das ganze Karwendelmarsch-Team für die tolle Organisation!!!